Eine Geschichte im Plateau.

Vom alten Tiroler Hof zum modernen Bio-Ferienbauernhof.

Vom Hof, vom Plateau, vom Namen

Warum „Gafal“?

Der Name unseres Hofes ist kein Zufall — und auch kein erfundener Marketing-Begriff. „Gafal“ stammt aus dem alpinen Sprachraum und beschreibt eine geologische Besonderheit: eine sanfte, muldenartige Beckenlage im Plateau, geformt vor zehntausenden Jahren von Gletschern.

Genau auf so einer geschützten Mulde steht unser Hof, hoch über dem Dorfzentrum von Going, am Fuß des Wilden Kaisers. Eine Lage, die schon die ersten Siedler erkannten — schützend vor Wind, fruchtbar genug für Bewirtschaftung, sonnig den ganzen Tag.

Stationen der Hofgeschichte

Was vor uns war.

1160

Going taucht erstmals auf.

In einer Schenkungsurkunde des Klosters Baumbach wird der Ort „Gouwingen“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom bajuwarischen Adeligen „Guowo“ ab — einer der ersten dokumentierten Siedler dieser Region am Fuß des Wilden Kaisers.

16. – 17. Jh.

Bergbau am Rehrobichl.

Going ist nicht nur Bauernland — am Berg Rehrobichl zwischen Going und Oberndorf wird in beträchtlichen Mengen Kupfer und Silber abgebaut. Die Bergleute siedeln im benachbarten Ortsteil Prama, dessen keltischer Name auf prähistorische Bergbautätigkeit bis ins Jahr 800 v. Chr. zurückreicht.

1773

Rückkehr zum Bauernland.

Die tiefen Bergbauschächte werden endgültig geschlossen. Going besinnt sich vollständig auf die landwirtschaftliche Urproduktion. In dieser Epoche festigt sich auch die agrarische Identität der einzelnen Höfe am Sonnenplateau — darunter der Gafalhof.

19. – 20. Jh.

Das alte Bauernhaus.

Das historische Bauernhaus, das bis heute den Kern des Hofes bildet, wird im biologischen Baustil ausschließlich aus Tiroler Massivholz errichtet. Diese Bauweise prägt seither das Bild des Gafalhofs und ist eines ihrer letzten Beispiele im Goinger Ortsbild.

2. Hälfte 20. Jh.

Das Tirolerhaus entsteht.

Das Angebot am Hof wird erweitert. Das Tirolerhaus im klassischen Tiroler Landhausstil bietet erstmals großzügige Ferienwohnungen — eine Einheit im Erdgeschoss mit 85 m², eine im Obergeschoss mit 100 m², beide mit Komfort für 2 bis 6 Personen.

2009

Der dritte Bau.

Stefan Unterlechner übernimmt den Gafalhof und errichtet das Appartementhaus als dritten Gebäudekomplex am Hof — Tiroler Landhausstil in hellem Naturholz, viel Licht, großzügige Wohnflächen. Vier Ferienwohnungen à ca. 100 m² entstehen — ein bewusster Brückenschlag zwischen der traditionellen Bauweise von Bauernhaus und Tirolerhaus und heutigem Wohnkomfort.

2012

Bio-Zertifizierung und Mutterkuhhaltung

Der biologische Anbau wird zertifiziert, die Mutterkuhhaltung eingeführt. Kälber bleiben bei ihren Müttern und wachsen im Herdenverband auf den Bergwiesen auf. Das ist aufwendiger als die übliche Haltung — aber es entspricht dem, wie wir mit den Tieren umgehen wollen.

Heute

Drei Häuser, drei Generationen.

Stefan Unterlechner führt den Hof in eine neue Generation. Die landwirtschaftliche Kernidentität bleibt — die touristische Infrastruktur wird Schritt für Schritt modernisiert. Und die nächste Generation steht schon in den Startlöchern — unsere Kinder kennen jeden Winkel am Hof.

Etymologie

Was „Gafal“ wirklich heißt.

In historischen Aufzeichnungen des Alpenvereins aus dem späten 19. Jahrhundert taucht „Gafal“ als Begriff für flache, entwässerte Felsbecken zwischen Rundhöckern auf — sogenannte glaziale Staffelbecken, geformt von Gletschern der letzten Eiszeit.

Genau in so einer Mulde liegt unser Hof — auf dem Goinger Sonnenplateau, am Fuß des Wilden Kaisers. Eine geschützte, sanft eingebettete Lage, die schon die ersten Siedler erkannten: Schutz vor alpinen Witterungseinflüssen, fruchtbarer Boden, ganztägige Sonne.

Architektur am Hof

Drei Häuser, drei Generationen.

Das Bauernhaus am Gafalhof vor dem Wilden Kaiser

Der Ursprung

Bauernhaus

Das historische Original. Ganz aus Tiroler Massivholz im biologischen Baustil errichtet — bis heute der Kern des Hofes. Vier Wohnungen à ca. 55 m² mit Aussichten in jede Himmelsrichtung: Kaiserblick, Sonnblick, Astbergblick, Alpenblick.

Das Tirolerhaus am Gafalhof mit seinem umlaufenden Holzbalkon

Die Erweiterung

Tirolerhaus

Das zweite Haus am Hof, im klassischen Tiroler Landhausstil. Zwei Einheiten — das Erdgeschoss mit 85 m², das Obergeschoss mit 100 m² — jeweils mit eigener Atmosphäre und Komfort für 2 bis 6 Personen.

Das Appartementhaus am Gafalhof vor der Kulisse des Kaisergebirges

Die Gegenwart

Appartementhaus

Der jüngste Bau am Hof. Tiroler Landhausstil in hellem Naturholz, großzügiger Lichteinfall — und viel Raum: vier Ferienwohnungen à ca. 100 m², jede mit Blick zum Kaiser.

Was uns heute leitet

Eine Brücke zwischen Tradition und Zukunft.

Wir bewahren, was den Hof seit Generationen ausmacht — die biologische Bewirtschaftung, die Verbundenheit zur Landschaft, die Tiere im Stall. Unsere Häuser heizen wir mit Hackschnitzeln aus dem eigenen Wald — CO₂-neutral und ohne fossile Energie. So bleibt der Kreislauf geschlossen. Und wir öffnen den Hof behutsam für das, was unsere Gäste heute brauchen: gute Verbindung, sanften Komfort, ehrliche Begegnung.